Samstag 22 Mai | Frei zu hören

Wir feiern Pfingsten, eine Zeit des Umbruches und der Erneuerung. Vor 2000 Jahren verabschiedeten die Jünger sich von Jesus als Person, und erhielten Gottes Geist als neuer Wegbegleiter. Auch heute begleitet er uns auf unsere Lebenswege, leitet uns, lehrt uns und korrigiert uns. Oh, ja, Korrektur…

Korrektur ist nie leicht, sie trifft uns in unserem Sein und Charakter, kann sich sogar bedrohlich anfühlen. Wenn diese von anderen Menschen kommt, können wir sie leicht beiseiteschieben und behaupten, sie verstehen uns nicht, oder kennen unsere Situation nicht.

Doch wie oft sehen wir auch Korrektur von Gott in diesem Licht? Als Außenseiter der sich einmischt, der mich zu etwas zwingen will, was ich nicht will, der in mein Leben eingreifen will, wo ich ganz zufrieden bin, mit wie es gerade läuft und mit dem Weg den ich folge…

Dabei vergessen wir etwas Grundlegendes: Gott ist unser Schöpfer, er hat uns geschaffen wie wir sind, aber er hat auch viel mehr Gutes mit uns vor. In jedem von uns hat er Potenzial und Möglichkeiten gelegt, die nur er kennt.

Du hast alles in mir geschaffen und hast mich im Leib meiner Mutter geformt.
Ich danke dir, dass du mich so herrlich und ausgezeichnet gemacht hast! Wunderbar sind deine Werke, das weiß ich wohl. (Psalm 139, 13-14)

Gott sehnt sich danach, nicht dass wir anders werden, sondern, dass wir so toll werden, wie er uns geplant hat!

Seine Korrektur, auch wenn sie schwer anzunehmen ist, ist keine Bedrohung! Sie ist eine Befreiung von den Zwängen, die uns zurückhalten. Sie ist eine Befreiung, zu dem Menschen zu werden, die Gott in seiner faszinierende und großzügige Größe geplant hat.

Befreit Korrektur anzunehmen, sind wir auch dazu befreit in Gottes Geist zu wachsen und seine Weisungen verstehen und lieben zu lernen!

Ich bin ganz sicher, dass Gott, der sein gutes Werk in euch angefangen hat, damit weitermachen und es vollenden wird bis zu dem Tag, an dem Christus Jesus wiederkommt. (Philipper 1,6)

Jean-Marc

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