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Es werden Posts vom Mai, 2021 angezeigt.

Donnerstag 27 Mai | Frieden um jeden Preis?

Meint nur nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Nein, ich bringe Kampf! Matthäus 10, 34 Wie passen solche Worte zu Jesus Aussage, er sei der Friedensfürst? War Jesus an dem Tag vielleicht einfach müde und gereizt, und die Worte sind ihm versehentlich ausgerutscht? Können wir sie also getrost überspringen und uns mit seiner schöneren Aussagen über Frieden und Heilung beschäftigen? Dies ist leider nur eine von vielen Aussagen der Bibel, die uns nicht so ganz gefallen, aber wir müssen uns trotzdem damit auseinandersetzen, den sie führen uns zu einem tieferen Verständnis Gottes. Dr. Marin Luther King hat etwas hierin erkannt. Mitten in einer Eskalation von Protesten wegen der Teilnahme schwarze Studenten an der Universität Alabamas, gab es einige Tage Ruhe. Diese Ruhe wurde jedoch nur dadurch gewonnen, dass die neuen Rechtszugeständnisse zur schwarzen Bevölkerung kurzerhand zurückgenommen wurden. Als man Dr. King fragte, ob der wieder eingekehrter Frieden nic...

Dienstag 25 Mai | Dialog statt Monolog

Es begab sich, dass Jesus an einem Ort war und betete. Als er aufgehört hatte, sprach einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten. Lukas 11,1 Diese einfache Frage der Jünger hat mich bislang nicht viel beschäftigt. Sie leitet zwar einer der wichtigsten Gebete ein, das „Vater Unser“, aber für mich war ihre Frage an Jesus irgendwie selbstverständlich: Irgendeiner muss ihnen doch zeigen, wie Beten funktioniert. Die Sache ist, als Juden hätten Jesus Jünger durchaus Beten gelernt! Der jüdische Alltag basiert eigentlich auf einer ganzen Reihe Gebete und Segnungen, und viele diese Gebete nutzen Verse aus dem Alten Testament. Viele sind wunderschön, aber diese Gebete werden tagein, tagaus wiederholt bis sie sich ins Gedächtnis eingeprägt haben und fast ohne nachzudenken gesprochen werden können, ein immer wiederkehrender Monolog. Es ist also doch bemerkenswert, dass Jesu Jünger erkannt haben, dass sie eine neue Form des Betens benötigen. Sie haben Jesus beim Beten gehört und beobac...

Samstag 22 Mai | Frei zu hören

Wir feiern Pfingsten, eine Zeit des Umbruches und der Erneuerung. Vor 2000 Jahren verabschiedeten die Jünger sich von Jesus als Person, und erhielten Gottes Geist als neuer Wegbegleiter. Auch heute begleitet er uns auf unsere Lebenswege, leitet uns, lehrt uns und korrigiert uns. Oh, ja, Korrektur… Korrektur ist nie leicht, sie trifft uns in unserem Sein und Charakter, kann sich sogar bedrohlich anfühlen. Wenn diese von anderen Menschen kommt, können wir sie leicht beiseiteschieben und behaupten, sie verstehen uns nicht, oder kennen unsere Situation nicht. Doch wie oft sehen wir auch Korrektur von Gott in diesem Licht? Als Außenseiter der sich einmischt, der mich zu etwas zwingen will, was ich nicht will, der in mein Leben eingreifen will, wo ich ganz zufrieden bin, mit wie es gerade läuft und mit dem Weg den ich folge… Dabei vergessen wir etwas Grundlegendes: Gott ist unser Schöpfer, er hat uns geschaffen wie wir sind, aber er hat auch viel mehr Gutes mit uns vor. In jedem von uns...

Donnerstag 20 Mai | Welches Lied singst du?

Gestern Abend brauchten wir etwas leichte Unterhaltung, und haben uns einen Teil der Sendung „Sing meinen Song“ angeschaut. Hierbei treten verschiedene Sänger auf, und interpretieren die Lieder eines anderen Sängers auf ihre eigene Art und Weise. Es ist dabei faszinierend zu sehen, wie sehr ein Lied sich ändern kann, wenn es nicht eins-zu-eins, sondern durch die Charakterzüge eines anderen Menschen wiedergegeben wird. Das wichtigste dabei ist jedoch, dass der Interpret sich mit dem Lied beschäftigt, nach dem Ursprung des Liedes sucht und sich auch hineinversetzt. In den gestrigen und heutigen Losungstexte werden wir auch dazu aufgerufen, Lieder zu singen: Singet dem HERRN ein neues Lied, denn er tut Wunder. Psalm 98,1 Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern. Epheser 5,19 Besonders schön finde ich, dass wir aufgerufen werden, neue Lieder zu singen, Lieder des Lobens und der Ermunterung. Doch wie oft sitzen wir da, mit dem Ohrwurm unseres Lebens im...

Samstag 15 Mai | Alles was ich brauche

Die Güte des HERRN hat kein Ende, sein Erbarmen hört niemals auf, es ist jeden Morgen neu! Groß ist deine Treue, o Herr! Darum setze ich meine Hoffnung auf ihn, der HERR ist alles, was ich brauche. Denn der HERR ist gut zu dem, der ihm vertraut und ihn von ganzem Herzen sucht. Darum ist es das Beste, geduldig zu sein und auf die Hilfe des HERRN zu warten. (Klagelieder 3, 22-26) Ich habe nie daran gezweifelt, dass Gott mein Leben segnet. Dazu gab es keinen Anlass, denn auch in schwierigen Zeiten habe ich seine Gnade erlebt, und konnte seine Geschenke erkennen und Ihn dafür danken (Ja, er hat mich als Optimist geschaffen!). Seinen Segen habe ich gerne angenommen, natürlich, aber nach und nach habe ich unbewusst angefangen, nach mehr zu suchen, meinem eigenen Segen zusammen zu basteln. Es war nichts Großes, ich habe mich auch nicht von Gott abgekehrt, aber der Fokus war nicht mehr dort, wo er sein sollte, und das machte sich mehr und mehr im Leben bemerkbar. Neulich traf mich Gott mit...

Donnerstag 13 Mai | Himmelfahrt

Wir lesen erstaunlich wenig in der Bibel über Jesu Himmelfahrt. Lediglich Markus und Lukas beschreiben das Ereignis, und sogar dann ziemlich sparsam mit nur einem Satz. In Apostelgeschichte wiederholt Lukas seine kurze Beschreibung, bevor er zu andere Geschehnisse herüberwechselt. Hat es ihnen nichts bedeutet, dass es so wenig und einfach festgehalten wurde? Vielleicht sollte ich mich fragen, was bedeutet dieses Ereignis für mich?   Hat es überhaupt eine Relevanz, da ich Jesus nie als Mensch gekannt habe, habe nie seine menschliche Stimme gehört oder seine Berührung gespürt? Wenn wir diese paar Zeilen am Ende der Evangelien mit den Berichten Jesu Kreuzigung vergleichen erleben wir jedoch etwas Entscheidendes: Die Berichte der Kreuzigung sind gefüllt mit Angst, Verzweiflung und Verlorenheit. Jesu Jünger sind weggelaufen, ihre Welt ist zusammengebrochen, obwohl Jesus sie seit Jahren auf dieses Ereignis vorbereitet hat, ihnen sogar von seiner Auferstehung erzählt hat. Wenn er...

Donnerstag 6. Mai | ...wirklich immer?

In der Bibel lesen wir den Begriff Danken" über 200 Mal. Allein Paulus verwendet es 46 Mal. Ich glaube, wir sind uns auch alle darüber einig, dass wir Gott danken sollten, es gibt soo viele Gründe dafür! In der Bibel handelt es sich beim Danken jedoch nicht um eine höfliche Floskel, es handelt meist nicht mal darum, dass wir unsere Begeisterung für ein tolles Geschenk ausdrücken: Aus den 102 Vorkommnisse dieses Begriffs im Alten Testament verwenden 72 ein ganz bestimmtes Wort welches auf Deutsch übesetzt sowas wie "Durch Lobpreis und Dank bekennen, dass Gott DIE Wahrheit ist". Wenn wir Gott danken, bekennen wir, dass das was er sagt die Wahrheit ist. Wir bekennen, dass er unser Schöpfer und Herr über Allem ist. Wir bekennen, dass er die Kontrolle hat, und zwar nicht nur im Allgemeinem, sondern bis ins kleinste Detail unser Lebens! Wenn wir Gott so verstehe...

Dienstag 4. Mai | Familie

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ist mein Mann ins Krankenhaus gekommen. Als ich diese Nachricht am Morgen meinen beiden Kindern sagte kam von beiden sofort eine Ansage, welche Aufgabe sie von ihrem Vater übernehmen würden. Als ich mich dann Mittags hinlegtte (da die Nacht sehr kurz war) kam es mir vor als ob Gott sagte: "Ja das ist Familie. Füreinander, miteinander, Hand in Hand (oder sogar im Arm)." Dann sagte er mir "Ich bin Gott, ihr seid meine Kinder. Durch mein Blut seid ihr Geschwister, also seid nicht gegeneinader sondern füreinander, miteinander Hand in Hand." "Ebenso ist es mit uns Christen. Gemeinsam bilden wir alle den Leib von Christus, und jeder Einzelne ist auf die anderen angewiesen."(Römer 12,5) Meine Kinder streiten sich auch aber wenn es darauf ankommt sind sie eine Einheit. Also öffnet eure Augen und schaut, wo eine Schwester, ein B...