Donnerstag 3 Juni | Seine Worte
Wie oft wünschen wir uns „Ach, wenn Gott nur deutlich zu mir reden würde, wenn ich nur seine Stimme hören könnte“? Es ist ein toller Wunsch, aber es ist mehr als nur ein Wunsch: eigentlich ist es die Realität, in der wir tatsächlich leben! Der Apostel Johannes hat es treffend beschrieben:
Am Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott selbst. Von Anfang an war es bei Gott. Alles wurde durch das Wort geschaffen; nichts ist ohne das Wort entstanden.
Johannes 1, 1-3
Jesus ist das Wort, und alles was wir kennen, ja sogar wir selbst, wurde durch dieses Wort geschaffen. Das bedeutet, alles, was wir sehen und riechen und anfassen spiegelt Gottes Wort, seine Stimme. Einen Weg Gott zu hören, ist also auf seine Schöpfung zu achten!
Aber, was machen wir dann mit den ganzen unschönen Dingen im Leben, wir sehen auch Krankheit und Leid, Trauer und Tod...sind diese auch Teile des Worts?
Diese ganzen Sachen, die erst mit der Sünde erschienen sind, sind nicht in Gottes idealen Plan für uns. Das können wir an mehreren Stellen in der Bibel lesen. Doch sogar diese Perversionen der Schöpfung deuten auf Gott: Wenn wir sie sehen, wissen wir, dass sie nicht richtig sind. Wir wissen, dass Krankheit und Leid nicht normal sind, und suchen stattdessen nach Freude und Schönheit. Wir streben danach, das Gebrochene zu überwinden, eben weil wir wissen, dass es so viel schöner sein sollte!
Auch wir widerspiegeln Gottes Wort. Natürlich sind wir keine perfekten Spiegel, aber wir sind zu seiner Ehre geschaffen:
Bringt meine Söhne und Töchter auch aus den fernsten Winkeln der Erde zurück! Denn sie alle gehören zu dem Volk, das meinen Namen trägt. Ich habe sie zu meiner Ehre geschaffen, ja, ich habe sie gemacht. (Jesaja 43, 7)
Ich wünsche dir, dass du Gott auch in den einfachen Sachen hören kannst, in den Spaziergang durch die Natur oder in der Begegnung mit einem Freund. Überall spricht er zu uns, wir müssen manchmal nur still werden, um es zu erkennen. Wie Steve Green es in seinem Lied singt:
Was sind die Wörter? Was sagen sie?
Wenn ich still bin kann auch ich sie hören
Der Himmel singt, die Brise flüstert
Genieße die Stille, halte an und komme näher
Unser Herr ist treu, er ist mächtig
Der wundervolle Jehova ruft dir zu
Mal durch den Donner, Mal durch den Regen
Mal durch das Lachen, Mal durch den Schmerz
Halleluja!
(Steve Green – „What are the Words?“)
Jean-Marc
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