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Donnerstag 10. Juni | Schwierig doch sooo gut!

Gott zu lieben heißt, seine Gebote zu befolgen, und das ist nicht schwer. (1. Johannes 5, 3) Was für eine erstaunliche Aussage, wenn wir darüber nachdenken, dass wir alle Sünder sind, und somit Gottes Gebote eben nicht befolgen! Wenn das, was Johannes schreibt, nicht gelogen ist, dann sind wir sehr schwach! Aber Johannes selbst war ein normaler Mensch. Ja, er hatte Jesus erlebt, aber auch er war nicht unfehlbar. Wie kann er dann so etwas behaupten? Ich muss zugeben, Gottes Gebote an uns sind, genau genommen, gar nicht kompliziert, aber ich zweifle öfters daran, an meiner Fähigkeit sie einzuhalten, und ich weiß, dass ich viel zu oft daran scheitere. Die Sache ist, wenn wir versuchen aus eigener Kraft Gottes Gebote zu halten, werden wir immer scheitern! Es ist paradox, dass das, was so gut für uns ist, so schwer zu erreichen ist, sogar unmöglich! Doch es ist gut, denn fast alle Begegnungen Jesu mit den Schriftgelehrten sind erschreckende Beispiele dafür, was aus uns wird, wenn ...

Samstag 5 Juni | In jede Not

Ich mag Comics. Manche sind einfach lustig, andere widmen sich komplizierte Themen auf einfache Art, und viele lassen unsere Kinderträume von Superhelden wieder erwachen. Und habt ihr bemerkt, die Superhelden haben alle irgendein Zeichen? Es gibt immer irgendeine Art sie zu rufen, dann wenn die Situation hoffnungslos erscheint und die Not am größten ist. Dann kommt der Superheld angeflogen und rettet die hilflosen Menschen die ohne Schuld in Not geraten sind. Aber wie sieht’s aus, mit diejenigen die sich absichtlich in Not bringen? Oder sogar diejenigen, die die Not verursachen? Naja, das sind meist die Bösen, und für ihnen geht es meist gar nicht so gut aus! Der Psalm 106 beschreibt ein zutiefst ungehorsames Volk, dass sich willentlich gegen Gott gewandt hat. Trotz seine Warnungen machen sie im Ungehorsam weiter und kommen in tiefste Not und Bedrängnis, und genau da lesen wir folgende Verse: Der HERR sah ihre Not an, als er ihre Klage hörte, und gedachte um ihretwillen an sein...

Donnerstag 3 Juni | Seine Worte

W ie oft wünschen wir uns „Ach, wenn Gott nur deutlich zu mir reden würde, wenn ich nur seine Stimme hören könnte“? Es ist ein toller Wunsch, aber es ist mehr als nur ein Wunsch: eigentlich ist es die Realität, in der wir tatsächlich leben! Der Apostel Johannes hat es treffend beschrieben: Am Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott selbst. Von Anfang an war es bei Gott. Alles wurde durch das Wort geschaffen; nichts ist ohne das Wort entstanden. Johannes 1, 1-3 Jesus ist das Wort, und alles was wir kennen, ja sogar wir selbst, wurde durch dieses Wort geschaffen. Das bedeutet, alles, was wir sehen und riechen und anfassen spiegelt Gottes Wort, seine Stimme. Einen Weg Gott zu hören, ist also auf seine Schöpfung zu achten! Aber, was machen wir dann mit den ganzen unschönen Dingen im Leben, wir sehen auch Krankheit und Leid, Trauer und Tod...sind diese auch Teile des Worts? Diese ganzen Sachen, die erst mit der Sünde erschienen sind, sind nicht in Gottes i...

Donnerstag 27 Mai | Frieden um jeden Preis?

Meint nur nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Nein, ich bringe Kampf! Matthäus 10, 34 Wie passen solche Worte zu Jesus Aussage, er sei der Friedensfürst? War Jesus an dem Tag vielleicht einfach müde und gereizt, und die Worte sind ihm versehentlich ausgerutscht? Können wir sie also getrost überspringen und uns mit seiner schöneren Aussagen über Frieden und Heilung beschäftigen? Dies ist leider nur eine von vielen Aussagen der Bibel, die uns nicht so ganz gefallen, aber wir müssen uns trotzdem damit auseinandersetzen, den sie führen uns zu einem tieferen Verständnis Gottes. Dr. Marin Luther King hat etwas hierin erkannt. Mitten in einer Eskalation von Protesten wegen der Teilnahme schwarze Studenten an der Universität Alabamas, gab es einige Tage Ruhe. Diese Ruhe wurde jedoch nur dadurch gewonnen, dass die neuen Rechtszugeständnisse zur schwarzen Bevölkerung kurzerhand zurückgenommen wurden. Als man Dr. King fragte, ob der wieder eingekehrter Frieden nic...

Dienstag 25 Mai | Dialog statt Monolog

Es begab sich, dass Jesus an einem Ort war und betete. Als er aufgehört hatte, sprach einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten. Lukas 11,1 Diese einfache Frage der Jünger hat mich bislang nicht viel beschäftigt. Sie leitet zwar einer der wichtigsten Gebete ein, das „Vater Unser“, aber für mich war ihre Frage an Jesus irgendwie selbstverständlich: Irgendeiner muss ihnen doch zeigen, wie Beten funktioniert. Die Sache ist, als Juden hätten Jesus Jünger durchaus Beten gelernt! Der jüdische Alltag basiert eigentlich auf einer ganzen Reihe Gebete und Segnungen, und viele diese Gebete nutzen Verse aus dem Alten Testament. Viele sind wunderschön, aber diese Gebete werden tagein, tagaus wiederholt bis sie sich ins Gedächtnis eingeprägt haben und fast ohne nachzudenken gesprochen werden können, ein immer wiederkehrender Monolog. Es ist also doch bemerkenswert, dass Jesu Jünger erkannt haben, dass sie eine neue Form des Betens benötigen. Sie haben Jesus beim Beten gehört und beobac...

Samstag 22 Mai | Frei zu hören

Wir feiern Pfingsten, eine Zeit des Umbruches und der Erneuerung. Vor 2000 Jahren verabschiedeten die Jünger sich von Jesus als Person, und erhielten Gottes Geist als neuer Wegbegleiter. Auch heute begleitet er uns auf unsere Lebenswege, leitet uns, lehrt uns und korrigiert uns. Oh, ja, Korrektur… Korrektur ist nie leicht, sie trifft uns in unserem Sein und Charakter, kann sich sogar bedrohlich anfühlen. Wenn diese von anderen Menschen kommt, können wir sie leicht beiseiteschieben und behaupten, sie verstehen uns nicht, oder kennen unsere Situation nicht. Doch wie oft sehen wir auch Korrektur von Gott in diesem Licht? Als Außenseiter der sich einmischt, der mich zu etwas zwingen will, was ich nicht will, der in mein Leben eingreifen will, wo ich ganz zufrieden bin, mit wie es gerade läuft und mit dem Weg den ich folge… Dabei vergessen wir etwas Grundlegendes: Gott ist unser Schöpfer, er hat uns geschaffen wie wir sind, aber er hat auch viel mehr Gutes mit uns vor. In jedem von uns...

Donnerstag 20 Mai | Welches Lied singst du?

Gestern Abend brauchten wir etwas leichte Unterhaltung, und haben uns einen Teil der Sendung „Sing meinen Song“ angeschaut. Hierbei treten verschiedene Sänger auf, und interpretieren die Lieder eines anderen Sängers auf ihre eigene Art und Weise. Es ist dabei faszinierend zu sehen, wie sehr ein Lied sich ändern kann, wenn es nicht eins-zu-eins, sondern durch die Charakterzüge eines anderen Menschen wiedergegeben wird. Das wichtigste dabei ist jedoch, dass der Interpret sich mit dem Lied beschäftigt, nach dem Ursprung des Liedes sucht und sich auch hineinversetzt. In den gestrigen und heutigen Losungstexte werden wir auch dazu aufgerufen, Lieder zu singen: Singet dem HERRN ein neues Lied, denn er tut Wunder. Psalm 98,1 Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern. Epheser 5,19 Besonders schön finde ich, dass wir aufgerufen werden, neue Lieder zu singen, Lieder des Lobens und der Ermunterung. Doch wie oft sitzen wir da, mit dem Ohrwurm unseres Lebens im...